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Ungleichheit bei der Äußerung der Heiratsabsicht

Das Suchen und Auswählen der richtigen und passenden Frau ist eine schwierige Aufgabe. Es ist trotzdem noch viel schwieriger, einen Ehemann zu suchen und auszuwählen.

Desweiteren kann der Ehemann die Scheidung von seiner Frau verlangen, wenn er feststellt, dass sie nicht zu ihm passt. Diese Handlungsweise ist für die Frau natürlich nicht so einfach zu erreichen.

Die Frau bleibt die schwache Seite in allen menschlichen Gesellschaften. Daher ist der Islam bemüht, die Frau mit allen möglichen Mitteln zu schützen. Der Islam weist den Vater, die Mutter, die Onkels von beiden Seiten, die Großväter, Brüder und alle anderen Verwandten an, dabei behilflich zu sein, den richtigen und passenden Ehemann für ihre Frauen auszuwählen, zu suchen und herauszupicken. Die Frau darf nicht zum Opfer einer gescheiterten Ehe werden, denn sie wird unter dem Schaden leiden. Der Islam bestellt daher einen Vertreter für die Frau, einen Wali, um die Heirat nach den Islamischen Lehren lauter und rechtsgültig zu machen. Wenn der Vertreter nicht rechtzeitig verfügbar ist, muss ein Ersatz bestimmt werden. Allahs Prophet (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte:

"Eine Heirat ist ungültig ohne einen Vertreter [für die Frau]" (Dieser Hadith wurde bei Ahmad, Abu Dawud und At-Tirmidhi berichtet.)

Ein Vertreter ist normalerweise um seinen Schützling und ihr Wohl besorgt. Dies bedeutet aber keinesfalls eine Absage an die Freiheit der Frau, zu tun was sie möchte, d.h. ihren eigenen Ehemann zu suchen und auszuwählen. Tatsächlich gewährte der Islam sowohl der Jungfrau als auch der Geschiedenen und der Witwe das Recht, jede Person, die vorspricht, um sie zu heiraten, anzunehmen oder abzulehnen. Der Islam erlaubt dem Vertreter der Frau nicht, wer auch immer das sein mag, irgendeinen Druck auf sie auszuüben, damit sie jemanden, der sie heiraten möchte, akzeptiert oder ablehnt. Körperliche oder geistige Druckmittel sind nicht erlaubt, wenn eine Frau heiraten soll.

Dies ist durch die Aussage des Gesandten Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) begründet:

"Eine Geschiedene (oder eine Witwe) darf nicht verheiratet werden, bevor sie nach ihrer Erlaubnis (und Zustimmung) gefragt wurde. Und eine Jungfrau darf nicht verheiratet werden (oder zur Heirat angeboten werden), bevor sie darüber befragt wurde." (Dieser Hadith wurde bei Bukhary und Muslim berichtet.)

Wenn eine Frau gezwungen wurde, eine Ehe einzugehen, besitzt sie nach den Islamischen Lehren das Recht, ihren Fall dem Richter vorzustellen, um ein Urteil zu ersuchen.

Dies hat seine Grundlage in der Aussage des Gesandten Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm), als eine Frau mit dem Namen al-Khansa bint Khitham zu ihm kam und sich über ihren Vater beklagte, der sie jemandem verheiratete (nur um die Schande unter der er litt, seit sie geschieden war, von sich abzuwenden). Die (geschiedene) Frau beschwerte sich bei Allahs Gesandten (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm), dass ihr Vater sie zwang, zu heiraten, obwohl sie geschieden war und sie die Heirat hasste.

Der Gesandte Allahs missbilligte diese Heirat und erklärte sie für ungültig. (Dieser Hadith wurde bei Bukhary, Abu Dawud, Ibn Majah, Nasaaíi und At-Tirmidhi berichtet.)

Im Islam ist die Zustimmung der Frau zur Eheschließung mit einem bestimmten Mann genauso unabkömmlich, wie die Anwesenheit eines männlichen Vertreters, damit der Ehevertrag seine Gültigkeit erhält.

Der Islam drängt die Muslime wirklich zur Heirat und ermunterte die Muslime, in einer Ehe Festigung zu suchen. Das Hauptziel der Ehe ist nach dem Islam, eine ewigwährende Beziehung zwischen Mann und Frau aufzubauen, das ist besser als eine zeitweilige Beziehung, die nur eine zeitliche schnelle Befriedigung jeglicher Art zum Ziel hat. Die Frau ist in dieser Partnerschaft der zweite Partner, denn auch ihre Akzeptanz, Zustimmung und Vergebung der Heirat ist Voraussetzung.

Trotzdem sind Frauen im Allgemeinen emotionaler als Männer, und sie sind durch verschiedene Dinge um sie herum leicht beeinflussbar. Gewöhnlich sind Frauen mit dem Erscheinen von Dingen, eher als mit der Wirklichkeit der Dinge, in Versuchung zu führen; daher gab der Islam dem Vertreter das Recht, eine Person abzulehnen und zurückzuweisen, die eine Frau heiraten will, wenn er nicht zu ihr passt. Normalerweise sind Männer besser mit anderen Männern vertraut als mit Frauen. Ein Mann ist besser in der Lage, mehr über den Charakter eines Mannes herauszubekommen als eine Frau. Wenn aber ein geeigneter Mann, der eine gute und passende Partie für eine Frau wäre, die Heirat vorschlägt, der Vertreter lehnt ihn jedoch ohne wichtigen Grund ab, außer dass er eigensinnig oder unmöglich wäre, dann wird ihm durch das Islamische Gesetz die Vormundschaft entzogen und dem nächsten Verwandten der Frau zugeteilt. Wenn die Frau keine männlichen Verwandten besitzt, wird der muslimische Richter die Verantwortung der Vertretung für die Frau übernehmen und sie demjenigen zur Heirat anbieten, der um sie bittet.

Eine erzwungene Heirat jedoch, die nicht mit dem Einverständnis der Familie geschlossen wurde, wird mit einer Spaltung der Familienmitglieder und zerbrochenen Beziehungen enden, eine Sache, die im Islam nicht verziehen oder unterstützt wird.

Allah (Subhaanahu wa ta´ala. Er ist frei von Unvollkommenheit, der Allerhöchste) drängt die Muslime die Familienbande so gut wie möglich aufrechtzuerhalten, zu unterstützen und zu stärken.

Muslime glauben, dass das wahre Mass für eine geeignete Auswahl für die Ehe in der folgenden Feststellung des Gesandten Allahs (salla-llahu ´alaihi wa salam. Allahs Segen und Frieden auf ihm) zu finden ist:

"Wenn eine Person, die seine Bindung zum Islam akzeptiert und ein gutes moralisches Niveau besitzt, dir die Heirat vorschlägt, dann gewähre ihm die erbetene Heirat. Wenn du darin scheiterst, wird eine große Heimsuchung auf der Erde stattfinden und der Verfall wird weit verbreitet sein." (Dieser Hadith wurde bei Tirmidhi berichtet. Wenn der Heiratsgesuch einer Person mit gutem Glauben, Taten, Sitten und Charakter nicht honoriert wird und scheitert, kann das zum sittlichen Verfall in der Gemeinschaft und der Gesellschaft führen. Solch eine Person könnte vom reinen und normalen Weg der bewahrten und respektierten Familie abgeraten und in Versuchung geführt werden, seine sexuellen Bedürfnisse mit unerlaubten Mitteln zu befriedigen. Dies ist die allgemeine Aussage, die mit dem Hadith gemeint ist.)

Ein Mann mit lauterem und gutem Verständnis seiner Bindung zum Islam und gutem moralischem Niveau wird seine Gattin ehren und würdigen, wenn er sie liebt. Solch eine Person wird sie nicht demütigen, wenn er nach der Heirat keine wahre und tiefe Liebe für sie spürt.